statista.de – Recherchemöglichkeit für Wissenschaftler

Wissenschaftler benötigen Quellen, um eine Basis für ihre Forschungen zu haben. Auch Daten, Zahlen und Fakten sind sehr wichtig und werden für jede Abhandlung zur Begründung der eigenen Meinung benötigt. Um den Rechercheaufwand zu minimieren, wurde 2007 in Hamburg das Statistikunternehmen www.de.statista.com gegründet. Dieses hat ein Portal eingerichtet, auf dem im Internet Daten angeboten werden. Auch komplette, ausführliche Analysen werden angeboten, die die Recherche vereinfachen und neue Denkanstöße geben können. Dieser Service ist für alle Geschäftskunden zugänglich.

Zurzeit arbeiten rund 35 Mitarbeiter in dem Unternehmen, die sich um einen möglichst angenehmen Kundenservice bemühen. Auch ihre Kompetenz ist geprüft. So sind bei Statista hauptsächlich Statistiker, Datenbank-Experten und Redakteure angestellt.

Die GmbH veröffentlicht jedes Jahr ein Buch, das vom Verlag Brandeeins gedruckt wird. Dieses trägt den Titel “Die Welt in Zahlen”. Laut Umfragen bietet Statista den verschiedensten Wissenschaftlern auf unterschiedlichen Zweigen der Forschungen die Möglichkeit, sich mehr auf die eigenen Untersuchungen zu konzentrieren, weil der Aufwand erheblich kleiner sei. Nicht unbegründet ist, dass das Portal 2008 auch zum Start-up des Jahres ernannt wurde. Im gleichen Jahr erhielt der Internetservice sogar Anerkennung der Financial Times Deutschland in Form des bekannten Gründerpreises.  2010 folgte dann der Gewinn des Red Herring Preises.

Aber Statista hat nicht nur ein florierendes Image in Medien und Öffentlichkeit. Auch zahlreiche Unternehmen wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung oder die Verlagsgruppe Handelsblatt kooperieren mit dem Portal und profitieren von der großen Informationsfülle.

Als Wissenschaftler kann man sich anmelden und den Recherche- und Analysedienst nutzen. Für jeden Zweig gibt es Spezialisten, die geforderte Fakten recherchieren und Informationen analysieren. Dabei gibt es Material zu mehr als 60.000 Themen, die in 20 Kategorien gegliedert wurden. In der großen Sammlung von Daten werden die passenden herausgesucht, bearbeitet und je nach Wunsch in eine Grafik übertragen. Daher ist statista.de die optimale Recherchemöglichkeit für jeden Wissenschaftler!

Einstein lässt grüßen

Normalerweise spielen Kinder im Alter von 12 Jahren gerne mal ein Videospiel, sie hängen mit ihren Freunden ab, gehen zum Fußball oder zum Basketball, essen gerne Burger und gehen nur ungern zur Schule. Der 12-jährige Jacob Barnett hat an all den Dingen, die Kinder in diesem Alter tun, nicht das geringste Interesse, denn Jacob denkt lieber darüber nach, wie es zum Urknall gekommen ist oder stellt die Quantentheorie von Albert Einstein in Frage.

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Jacob Barnett sieht gut aus und kleidet sich auch wie ein 12-jähriger Junge, nur er denkt anders und hat bereits einen gut bezahlten Job an der Universität von Indiana in den USA. In seiner Freizeit widmet sich der junge Wissenschaftler der Astrophysik, genauer gesagt den Grundlagen der Infinitesimalrechnung, Algebra und Geometrie und diskutiert mit Kollegen über Dinge, die nur eine Handvoll Menschen verstehen. Jacob hat das so genannte Asperger Syndrom, eine abgeschwächte Form des Autismus. Er war gerade einmal drei Jahre alt, als er innerhalb kürzester Zeit ein Puzzle mit 5000 Teilen zusammensetzen konnte und auf dem Fußboden im Wohnzimmer seiner Eltern imposante geometrische Figuren aus Wattestäbchen baute. Bei einer Untersuchung stellte sich schließlich heraus, dass Jacob einen IQ von 170 hat und damit als Genie gilt.

Heute arbeitet der 12 Jahre alte Junge als jüngster, bezahlter Mitarbeiter an der Uni. Sein Ziel ist es, die Urknalltheorie zu beweisen an der bereits Einstein arbeitete, der übrigens an der gleichen Uni gelehrt hat und daran gescheitert ist. Würde es Jacob gelingen das Problem zu lösen, dann wäre ihm der Nobelpreis sicher.

Buchtipp: Einsteins Gegner

Heute möchte ich die Leser des Blogs auf ein interessantes Buch aufmerksam machen – Milena Wazec, eine Mitarbeiterin des Berliner Max-Planck-Institutes für Wissenschaftsgeschichte hat Ihre Dissertation über die Kritiker der Relativitätstheorie in den zwanziger Jahren geschreiben. Die gut lesbare Dissertation über die öffentliche Kontroverse um die Relativitätstheorie ist im Campus Verlag erschienen und kostet 39,90 Euro. Weitere Informationen bei Amazon.de

Die Verbindung von Wissenschaft und Entwicklung

Die Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet am 11.und 12.11.2009 eine interessante Tagung zum Thema “Verbindung von Wissenschaft und Entwicklung – auf Spurensuche in Afrika”. Der Eröffnungsvortrag wird am 11.11.2009 um 17.00 Uhr von Professor Daniel W. Bromley “Bismarck, the Sramble for Africa, and Developmemt denied: A Pragmatist confronts history” im Festsaal der Humboldt Graduate School stattfinden. Auf der danach stattfindenen Tagung werden die für Afrika bis heute sehr problematischen Folgen der 1894 von Bismarck organisierten Konferenz, die auch als “Kongokonferenz” bekannt ist, diskutiert. Ziel der Tagung ist es, ein Positionspapier zu veröffentlichen, in dem wesentliche Punkte bezüglich entwicklungspolitischer Ansätze benannt werden.

Wissenschafter selten gläubig

Wie eine Untersuchung unter 2.000 Mitgliedern de AAAS (Amerikanische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft) ergeben hat, sind Wissenschaftler nur zu einem verhältnismäßig geringen Anteil gottesfürchtig. Nur rund 30% der Wissenschaftler sind gläubig – in der Gesamtbevölkerung Amerikas geben rund 80% an, gläubig zu sein.

Interessant ist zudem, dass unter den Wissenschaftlern knapp 90% an die Evolution glauben – bezogen auf die Gesamtbevölkerung jedoch nur rund 32%. Evtl. mag das aber auch daran liegen, dass viele der Befragten möglicherweise gar nicht wussten, was “Evolution” ist ;-)